Häufig gestellte Fragen

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"Sind die Eier auch frisch?"

Eier werden als frisch bezeichnet, solange die Luftkammerhöhe des Eies unter 6 mm liegt. Die Eierschale ist porös und mit zunehmenden Alter der Eier wird die Luftkammer, welche sich am dicken Pol befindet, größer. Der Wassertest ist die einfachste Art, das Alter von Eiern zu bestimmen. Das Ei wird hierzu in ein Glas mit Wasser gelegt. Bleibt es am Boden liegen, ist es ganz frisch. Richtet sich das stumpfe Ende etwas auf, ist das Ei ebenso frisch. Wenn das Ei oben schwimmt ist es alt und kann noch zum Backen verwendet werde, sofern es geruchsfrei ist.

"Beim Aufschlagen der Eier läuft das Eiklar weit auseinander. Sind die Eier etwa alt?"

Das Ei hat zwei Arten von Eiklar: dickes, fast gallerartiges Eiklar sitzt am Dotter und dünneres Eiklar drum herum. Normalerweise lassen sich die beiden Arten von Eiklar gut unterscheiden. Im Sommer läuft das Eiklar jedoch weiter auseinander als im Winter. Warum? Die Sommer trinken im Sommer mehr Wasser als im Winter. Im Körper befindet sich somit mehr Wasser.Das Eiklar besteht zu 88% aus Wasser und ist durch den höheren Wassergehalt des Körpers im Sommer dünner als im Winter. Früher sagte man das so: Im Sommer brauchst du drei Eier um die Pfanne voll zu hauen und im Winter fünf! Besonders nach sehr warmen Tagen ist dieses Phänomen ausgeprägt; durch die weniger schützende Eiweißschicht zerläuft auch das Eigelb im Sommer eher in der Pfanne. Berücksichtigen muss man natürlich auch, dass der Alterungsprozess im Sommer wegen der höheren Temperaturen schneller abläuft als im Winter.

"Manchmal sind im Eiklar kleine dunkle Einschlüsse sichtbar. Ist das der Hahnentritt?"

Nein. Diese Einschlüsse heißen Blut- oder Fleischflecken. Sie entstehen im Eileiter bei der Eibildung durch Abschürfung oder wenn ein Blutgefäß mit in das Ei eingeschlossen wird. Es ist eine natürliche Erscheinung. Weder die Art der Hühnerhaltung, noch das Futter und das Alter der Hühner haben darauf einen Einfluss. Interessanterweise neigen die braunen Hühner mehr dazu als die weißen Hühner.

"Die Eier schmecken aber komisch. Woran liegt das?"

Hier muss man unterscheiden, ob nur ein Kunde oder mehrere Kunden diese Frage stellen. Wenn Geschmacksveränderungen bei Eltern auftreten, sagen die Kunden meistens die Eier würden nach Fisch schmecken. Hier werden Erinnerungen an früher geweckt, als noch Fischmehl im Hühnerfutter verwendet wurde. Heute ist die häufigste Ursache für Geschmacksveränderungen bei Eiern ein Fehler in der Lagerung. Eier nehmen gerne fremde Gerüche an. Starke Geschmacksveränderungen sind bekannt bei der Lagerung mit Kartoffeln, Zitrusfrüchten, Walnüssen und Äpfeln. Die Ursache kann auch riechendes Eiververpackungsmaterial sein. Stehen die Eier im Kühlregal kann auch die dortige Umluft für einen muffigen Eigeschmack verantwortlich sein. Als weitere Möglichkeit kommt ranziges Futter in Frage oder falsche Futterbestandteile. Bekannt sind Geschmacksveränderungen, wenn das Futter hohe Bestandteile an Raps und Ackerbohnen hat. Als Ursache scheiden die letztgenannten Möglichkeiten aus, da das Futter diese Bestandteile nicht enthält. Sie sind der Vollständigkeithalber ausgeführt. Wenn nur ein Kunde diese Beobachtung macht liegt die Ursache in einer falschen Lagerung beim Kunden. Als Möglichkeiten kommen die Gleichen in Frage wie schon oben angeführt.

"Wie werden Eier am besten gelagert? Müssen Eier gekühlt werden?"

Eier haben zwei natürliche Schutzeinrichtungen gegen Verderb: Normalerweise würde ein Huhn eine Serie von ca. 12 Eiern legen, diese ausbrüten und nach 21 Tagen eine Kükenschar über den Hof führen. Damit die Eier während der 12 Tage, in denen das Gelege entsteht nicht verderben, hat die Natur im Ei ein Eiweißbaustein mit dem Namen Lysozym in einer Menge von 3% eingebaut. Lysozym ist hitzebeständig und wirkt bakterizid. Nach 12 Tagen lässt die bakterizide Wirkung nach. Das Ei ist also für ca. 12 Tage von Natur aus gegen Verderb geschützt! Die Eischale ist mit ca. 8000 Poren durchsetzt! Diese Poren lassen einen ständigen Gasaustausch zu. Diese "Atmung" ist für den Schlupf eines Küken unerlässlich. Sie ist bei unbefruchteten Eiern aber auch für die Alterserscheinungen und die Geruchsaufnahme verantwortlich.Damit keine Keime durch die Poren in das Ei eindringen können, sind die Poren von außen mit einer transparenten Schutzschicht versehen. Diese Schutzschicht darf nicht verletzt werden. Deshalb müssen Knick- und Schmutzeier aussortiert werden. Keinesfalls dürfen Eier gewaschen werden, da Wasser die Schutzschicht auflöst! Wenn Eier gekühlt werden, können die Temperaturschwankungen die Eier zum "Schwitzen" bringen. Die Schutzschicht außen auf den Eiern löst sich auf und verliert ihre Funktion. Abhilfe gegen Schwitzen erreicht man nur, indem die Eier langsam von dem einen zum anderen Temperaturbereich geführt werden und die Temperaturunterschiede nicht größer als 7°C sind. Es ist für den Endverbraucher vollkommen in Ordnung, wenn er die Eier im Kühlschrank aufbewahrt: die Eier werden ja zum Verzehr entnommen. In einer geschlossenen Dose können Eier im Kühlschrank keinen Geruch annehmen.Laut Eierverordnung dürfen Eier nicht unter 5°C gelagert werden. Der optimale Lagerplatz für Eier ist kühl, dunkel und feucht (10°C, 75% Luftfeuchtigkeit).