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Limousin

Wie der Name es bereits andeutet, stammt die Rinderrasse ursprünglich aus Frankreich. Genau genommen aus der gleichnamigen Region Limousin in Zentralfrankreich, wo das Limousin im späten 19. Jahrhundert erstmals in das Zuchtstammbuch eingetragen wurde. Aufgrund ihrer Robustheit und Anpassungsfähigkeit fühlen sich die Rinder fast überall pudelwohl.

Die Rinderzucht ist der Urbaustein unseres landwirtschaftlichen Betriebs. Mit einer kleinen Anzahl an Muttertieren und einem Deckbullen stiegen wir in die Landwirtschaft ein und haben den Bestand seid unserer Gründung 1997 kontinuierlich gesteigert. Zurzeit umfasst unser Bestand mehr als 40 Muttertiere, zwei Deckbullen, 16 Kälber und zehn Nachzuchttiere.

Die 68 Tiere sind dabei in zwei sogenannten "Mutterkuhherden" aufgeteilt. Eine Herde besteht aus 20 Mutterkühen und einem Deckbullen. Nahezu jedes Jahr gebärt eine Mutterkuh ein Kalb. Ein Großteil dieser wird anschließend nach ca. 18 Monaten geschlachtet (klicke hier um über die Schlachttiere mehr zu erfahren). Einige kommen aber auch zurück in die Herde und erhalten bzw. vergrößern den Bestand kontinuierlich. Wichtig ist auch, dass die Herden getrennt voneinander Leben und unterschiedliche Flächen beweiden. Das ermöglicht ein besseren Überblick und dämmt mögliche Krankheiten ein.

Im Sommer laufen die Tiere auf unseren Grünflächen und erfreuen sich an dem saftigen Gras. Dabei wechselt die Fläche auf der sie weiden im Schnitt alle zwei Wochen um das Gras nachwachsen zu lassen und den Kühen immer wieder eine gut bewachsene Weide mit nährstoffreichem Futter zur Verfügung zu stellen.

In der Wintersaison, die in der Regel knapp sechs Monate dauert, haben beide Herden ihr eigenes Winterquartier. Dieses ist mit einem trockenen Unterstand und einem Auslauf ausgestattet. Den Unterstand und die Futterstelle streuen wir fast wöchentlich großzügig mit Stroh ein, wodurch die Tiere immer einen warmen und meist trockenen Untergrund haben. Die Häufigkeit des Einstreuens ist von den Witterungsbedingungen abhängig.

Bei der Ernährung achten wir vor allem auf Ausgewogenheit und Reinheit. Auf chemische Substanzen oder Ernährungsergänzungsmittel verzichten wir komplett. Im Sommer steht den Tieren frisches Gras zu genüge zur Verfügung. Im Winter ist dies nicht möglich weswegen wir die Tiere mit unseren im Sommer selbst produzierten Futtermittel regelmäßig auf Heubasis füttern. Im zwei Tage Intervall werden die Rinder mit neuem Futter versorgt. Dies hat den Vorteil, dass das Futter relativ schnell von den Rindern verzehrt wird, wodurch es vor Regen und starker Feuchtigkeit geschützt ist. Das Futter setzt sich aus Heu und Heulage, eine nährstoffreichere Form des Heus, welches vor seiner Fütterung, nachdem es Luftdicht eingewickelt wurde, durch seine etwas höhere Feuchtigkeit als beim klassischen Heu eine Weile gärt. In einer Wintersaison verbrauchen für alle Rinder etwas mehr als 600 Heuballen, 100 Heulageballen und 300 Strohballen.

Ein Einblick in die Welt der Rinder des Biohof Wegners!